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Wie Kommunikation und Vertrauen in agilen Teams verbessert werden können

/ February 19, 2019

Communication is key for an agile environment

Bei der agilen Softwareentwicklung gibt es zahlreiche und oft straffe Deadlines – insbesondere bei Mendix-Projekten mit ihren ein- bis zweiwöchigen Sprints. Unternehmen, die sich für agile Entwicklung entscheiden, aber bisher das Wasserfallmodell oder eine ähnliche Methode genutzt haben, müssen zunächst ihre Denkweise komplett ändern. Diese Umstellung ist eine Herausforderung und mit vielen schmerzhaften Learnings verbunden. Im Hinblick auf die Rentabilität ist es dies jedoch absolut wert. Denn jeder möchte die Gewissheit haben, dass seine Arbeit etwas bewirkt. Mit agiler Softwareentwicklung ist es möglich, innerhalb von Wochen oder Monaten ein Produkt zu launchen – und nicht erst nach Jahren oder Jahrzehnten.

Mit agiler Softwareentwicklung ist es möglich, innerhalb von Wochen oder Monaten ein Produkt zu launchen – und nicht erst nach Jahren oder Jahrzehnten.

Der beste Weg um mit den Herausforderungen der engen Deadlines und der vielen Stakeholder umzugehen, ist die effektive Kommunikation mit allen Teammitgliedern. Im Folgenden sind fünf Empfehlungen aufgeführt, mit denen die Kommunikation in agilen Teams verbessert und Vertrauen aufgebaut werden kann:

1. Rollen und Ziele zu Beginn definieren

Viele Missverständnisse beginnen meist ganz am Anfang eines Projekts. Daher sollte jedes Projekt ein klares Kick-Off-Meeting haben, bei dem die Rollen und Ziele festgelegt werden. Im Rahmen des Kick-Offs ist es wichtig zu besprechen, wie die verschiedenen Rollen aussehen und was von den einzelnen Teammitgliedern erwartet wird. Außerdem sollte ein Eskalations-Plan festgelegt werden, der beschreibt, wie mit Problemen umgegangen werden soll. Das Kick-Off-Meeting sollte dem Team als Orientierung dienen, aber es sollte noch nicht alles in Stein gemeißelt sein. Änderungen kann es immer wieder geben und das Team sollte agil sein und sich auf diese einstellen können.

2. Zu Fragen animieren

Das Team sollte immer dazu ermutigt werden, Fragen zu stellen. Niemals sollte eine Frage abgelehnt werden oder sich jemand unwohl fühlen, wenn er Fragen stellt. Fragen führen zu Klarstellungen, zu neuen Erkenntnissen und manchmal zu Prozessverbesserungen. Daher ist es wichtig, das Team zu ermutigen, Fragen zu stellen und Klarstellungen zu fordern. Und es ist absolut in Ordnung, auch mal nicht sofort Antworten parat zu haben, sondern diese erst im Laufe des Projekts zu finden.

Fragen führen zu Klarstellungen, zu neuen Erkenntnissen und manchmal zu Prozessverbesserungen.

3. Fehler sind erwünscht

Menschen, die bisher nie agil gearbeitet haben oder gerade den Umgang mit den Entwicklungstools lernen, sind dazu prädestiniert, Fehler zu machen. Es sollte unbedingt dazu ermutigt werden, Fehler zu machen und diese offen zu diskutieren – ganz besonders zu Beginn eines Projektes. Fehler zwingen uns dazu, zu lernen und besser zu werden. Ich merke jedoch immer wieder, dass viele Menschen Angst davor haben, Fehler zu machen. Ich habe Teams erlebt, die Fehler unter den Teppich kehren, in der Hoffnung, dass niemand es bemerken würde. Bei der agilen Softwareentwicklung können sich jedoch kleine Fehler, die in wenigen Minuten oder in einem Tag ausgebessert werden könnten, zu Problembergen auftürmen, die den Release um Wochen oder Monate nach hinten verschieben können. Deshalb: Was auch immer du machst, kehre niemals deine Fehler unter den Teppich! Die Art und Weise, wie im Team Fehler behandelt werden, könnte eine Chance sein, das Team enger zusammenzuschweißen.

Es sollte unbedingt dazu ermutigt werden, Fehler zu machen und diese offen zu diskutieren – ganz besonders zu Beginn eines Projektes.

4. Intro-Retrospektiven

Treffen zum Zurückblicken sind entscheidend, um die Kommunikationskanäle zu öffnen. Im Rahmen dieser Treffen sollte sich das Team darauf konzentrieren, was gut lief und – am Allerwichtigsten – was schief lief. Das Ziel dabei ist es, produktiv zu sein und sich nicht die ganze Zeit zu beschweren oder mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, der Fehler gemacht hat. Hier finden Sie eine hilfreiche Tool-Box, die Ihnen bei der Durchführung von effektiven retrospektiven Meetings helfen kann. Entwickeln Sie Lösungen und Vorschläge zur Verbesserung und wiederholen Sie dies laufend. Lesen Sie außerdem diese zusätzlichen Tipps zur Belohnung von agilen Zeremonien.

5. Feedback

Feedback ist das Beste, was man geben und empfangen kann. Beginnen Sie daher, oft Feedback zu geben – und zwar an jeden im Team. Hat jemand etwas gut gemacht? Geben Sie ihm positives Feedback und sagen Sie ihm, welchen Einfluss seine Arbeit hatte. Hat jemand aus dem Team eine Deadline verpasst? Warum? Geben Sie ihren Teammitgliedern Feedback, wie sie sich verbessern könnten. Wenn es um Feedback zur Verbesserung geht, können Sie sich beispielsweise an folgender Formulierung orientieren: „Mein Ziel ist es, dir zu helfen, dich zu verbessern. Ich habe festgestellt [was das Problem ist]. Ich würde dir raten [Vorschläge zur Verbesserung].“ Zusätzlich empfehle ich, diese hilfreichen Coaching-Videos anzusehen. Daneben ist es wichtig zu wissen, dass nicht jedes Feedback bei allen gleich gut funktioniert. Es ist allerdings ein Muss, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern, deswegen scheuen Sie sich bitte nicht, Feedback zu geben oder anzunehmen.

Der beste Weg um mit der Herausforderung der engen Deadlines und der vielen Stakeholder umzugehen, ist die effektive Kommunikation mit allen Teammitgliedern.

Folgen Sie diesen Ratschlägen zur Verbesserung der Kommunikation in agilen Teams und Sie erhalten ein stärkeres, besser funktionierendes Team! Agilität muss keine Angst machen, es dreht sich einfach nur um das Verbessern von Prozessen. Lesen Sie dazu auch diesen Blog-Post, in dem es darum geht, wie einer unserer Kunden die Unternehmenskultur vom Wasserfallmodell zur agilen Zusammenarbeit änderte.