Logistikdienstleister setzt bei E-Commerce auf Low-Code-„Middleware“-Anwendungen

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Beschleunigte Lieferung

Logistikdienstleister setzt bei E-Commerce auf Low-Code-„Middleware“-Anwendungen

Liefergeschwindigkeit

  • Reduziert von neun Monaten auf vier Wochen, mit zwei Wochen für Änderungen

Erhaltene und gewonnene Geschäftsbeziehungen

  • Mehrere Fortune-500-Unternehmen nutzen Kühne + Nagel Kontraktlogistik

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Wichtigste Ergebnisse

  • Kühne + Nagel, das größte Speditionsunternehmen der Welt, das 15% der weltweiten Luft- und Seefracht ausmacht und über 80.000 Mitarbeiter in 109 Ländern beschäftigt, stellte fest, dass der Geschäftsbereich Kontraktlogistik nicht ausreichend auf die Kundenbedürfnisse eingeht.
  • Um den wachsenden Bedürfnissen der E-Commerce-Kunden gerecht zu werden, führte Kühne + Nagel die Anwendungsentwicklung mit Low-Code ein. Anpassungen wurden aus dem zentralen Lagerverwaltungssystem ausgelagert und so eine höhere Agilität ermöglicht.
  • Die Einführung von Low-Code ermöglichte es Kühne + Nagel, 23 „Middleware“-Anwendungen zu entwickeln, wodurch das Unternehmen mehrere Fortune-500-Kunden halten, neue Kunden gewinnen und gleichzeitig die Lieferzeiten von Monaten auf Wochen reduzieren konnte.

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Durch den Onlinehandel wurde der Kaufprozess von Produkten wesentlich vereinfacht – von sperrigen Autoteilen, gefährlichen Chemikalien, verschreibungspflichtigen Medikamenten, Spezialfahrrädern, ungleichmäßig geformten Möbeln, zerbrechlichen Stielgläsern bis hin zu verderblichen Lebensmitteln und Getränken. Aber dadurch hat sich auch der Druck auf die Unternehmen erhöht, Waren noch schneller und effizienter als je zuvor zu liefern.

Hersteller, die einst einen Teil oder die gesamte Versandlogistik inhouse abgewickelt haben, setzen für umfassendere und schnellere Hilfe nun verstärkt auf Logistikdienstleister, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aufgrund des immer stärker wachsenden Onlinehandels sind auch die Logistikdienstleister im Stich gelassen worden, die nun versuchen herauszufinden, wie sie möglichst schnell reagieren können, ohne die Zuverlässigkeit zu verlieren, für die sie bekannt sind.

„Große Hersteller haben ernsthafte Probleme“, sagt Judith Potters, Customer Project Manager bei Kühne + Nagel, einem 1890 gegründeten Logistikdienstleister. „Sie wollen in den E-Commerce einsteigen, aber wissen nicht immer wie. Daher stehen wir diesen Unternehmen mit unserem Know-how im Bereich Logistik zur Seite.“

Kühne + Nagel verfügt über die Kompetenz, den gesamten Prozess unternehmensintern abzuwickeln. Aber wie die großen Hersteller, die das Logistikunternehmen bedient, musste auch Kühne + Nagel sein traditionelles Anwendungsentwicklungsmodell anpassen, um mit seinen Kunden Schritt zu halten. Denn diese fordern nicht nur Schnelligkeit und Effizienz bei der Lieferung, sondern benötigen auch individuelle Anpassungen, um ihre Märkte besser bedienen zu können. Um einer der führenden Logistikdienstleister der Welt zu bleiben, suchte Kühne + Nagel nach einem Weg, diese Anpassungen vorzunehmen und mit dem Tempo des Onlinehandels Schritt zu halten.

„Wir konnten mit dem schnellen Tempo, das von [einigen] E-Commerce-Kunden gefordert wurde, nicht mithalten.“
Arthur Godschalk / VP of eCommerce Solutions and Contract Logistics, Kühne + Nagel

Von statisch zu dramatisch

Kühne + Nagel, ein Unternehmen mit 82.000 Mitarbeitern in 1.300 Büros in mehr als 100 Ländern, sieht eine große Chance mit seinem Lösungsangebot: Es kann sich ebenfalls mit den Kunden seiner Kunden verbinden und ein nahtloses Versand- und Lagererlebnis schaffen, von dem alle profitieren. „In der Vergangenheit haben wir einfach nur volle Paletten verschickt“, sagt Arthur Godschalk, VP eCommerce Solutions and Contract Logistics bei Kühne + Nagel. „Jetzt müssen wir diese in einzelne Pakete zerlegen und direkt an den Endverbraucher liefern. Beim Versand über Grenzen hinweg wird dann zum Beispiel das Einhalten von Zoll- und Handelsbestimmungen sehr wichtig. Wir versuchen, Lösungen auf den Markt zu bringen, die sicherstellen, dass ein in China gekauftes Produkt mit im Voraus bezahltem Zoll in die USA geliefert wird.“

Gerade bei versierteren E-Commerce-Unternehmen mit Marketing-Teams, die neue Ansätze testen und auch mal spontane Änderungen vornehmen wollen, war Kühne + Nagel klar, dass es mit seinem statischen Lagerverwaltungssystem (warehouse management system, WMS) einfach nicht in der Lage sein würde, diese Anpassungen schnell vorzunehmen. Änderungen am WMS würden aufgrund der Komplexität des Systems sechs bis neun Monate dauern und jede Änderung konnte einen Dominoeffekt haben. „Wir konnten mit dem schnellen Tempo, das von [einigen] E-Commerce-Kunden gefordert wurde, nicht mithalten“, so Godschalk.

Kühne + Nagel wollte sein WMS so anpassen, dass es den Anforderungen der Kunden entspricht, ohne den laufenden Lagerbetrieb zu beeinträchtigen. Die IT- und Business-Teams von Kühne + Nagel entschieden sich, auf Low-Code-Entwicklung umzusteigen, die beiden Seiten hilft, die Kontrolle zu behalten und schneller zu werden, indem Middleware-Anwendungen entwickelt wurden, die zwischen dem WMS und den Systemen und Prozessen ihrer Kunden liegen. „Zum Glück haben wir nicht versucht unser WMS agiler zu machen, sondern Middleware entwickelt, um sicherzustellen, dass wir uns schneller anpassen können“, sagt Potters. „Mit Low-Code ist es ganz einfach, alle Parteien in die Kommunikation einzubeziehen. Das ergibt Sinn, besonders, wenn man es mit einem statischen WMS vergleicht. Mit Mendix geht es so einfach, dass man es wirklich an die Wünsche der Kunden anpassen kann.“

Mit dem Ansatz, das WMS freizulegen und Veränderungen in rasanter Geschwindigkeit umzusetzen, wurde Kühne + Nagel zu dem Kontraktlogistikunternehmen, das den E-Commerce-Code knacken konnte. Dies wurde deutlich, als ein Fortune-500-Unternehmen aus der FMCG-Branche ernsthafte Bedenken gegenüber den Fähigkeiten von Kühne + Nagel äußerte. Doch die mit Low-Code entwickelte Middleware-Lösung konnte den Kunden vollständig beruhigen.

Kühne + Nagel konnte die Lösung bereits nach vier Wochen in Betrieb nehmen. Noch wichtiger als die schnelle Umsetzung war allerdings, dass das Unternehmen mit der neuen Anwendung Änderungen mit beispielloser Agilität vornehmen konnten – jede Änderung dauerte je nach Komplexität zwei Wochen oder weniger.

Arthur Godschalk Arthur Godschalk

„Wir haben diesem Kunden gezeigt, dass wir in der Lage sind, in kürzester Zeit zu reagieren, was ihm die Gewissheit gab, dass wir der richtige Partner sind…. und dass wir die Agilität haben, mit diesen Veränderungen umzugehen und mit den Anforderungen des Marktes Schritt zu halten”, sagt Godschalk.

Mit der richtigen Kombination aus Geschwindigkeit und Kontrolle konnte Kühne + Nagel den stabilen Lagerbetrieb, für den es weltweit bekannt ist, beibehalten und gleichzeitig die Erwartungen der E-Commerce-Unternehmen in Bezug auf Agilität erfüllen.

„Indem wir gezeigt haben, dass wir das tatsächlich können, sind einige andere große Marken auf uns zu gekommen, damit wir sie bei der Umsetzung ihrer E-Commerce-Strategie unterstützen.“
Arthur Godschalk / VP of eCommerce Solutions and Contract Logistics, Kühne + Nagel

Kühne + Nagel bleibt frisch

Die Low-Code-Entwicklungsmethode hat es Kühne + Nagel ermöglicht, einmalig eine Anwendung zu erstellen und diese dann global zu nutzen – intern und bei seinen Kunden. „Kühne + Nagel differenziert sich im Markt, indem wir unsere Module und Arbeitsweisen weltweit kopieren“, sagt Godschalk. „Wir machen Geschäfte mit Fortune-500-Unternehmen… Wohin man auch geht, die gleiche Arbeitsweise ist garantiert.”

Mit ihrer Fähigkeit, spontane Anpassungen und Änderungen vorzunehmen – was für ein Unternehmen dieser Größe eine erstaunliche Leistung ist – hat Kühne + Nagel seitdem mehrere Fortune-500-Unternehmen als Kunden gewonnen, angefangen bei einem Unternehmen aus dem Gesundheitssektor mit einem Liefermodell für verschreibungspflichtige Medikamente über eine Bierbrauerei, die ihre Produkte nicht mehr an Geschäfte, sondern an Einzelpersonen liefert, bis hin zu einem Supermarkt mit Herausforderungen im Vertrieb. „Indem wir gezeigt haben, dass wir das tatsächlich können, sind einige andere große Marken auf uns zu gekommen, damit wir sie bei der Umsetzung ihrer E-Commerce-Strategie unterstützen“, sagt Godschalk.

Der Supermarktkunde kämpfte insbesondere mit der Optimierung von Geschäftsprozessen in der Lagerbestandsverwaltung sowie der Versandlogistik und bat Godschalk und das Team, ihre Prozesse zu verbessern. „Was diese Supermarktketten am liebsten mögen sind volle Trucks“, sagt Godschalk. Da ein voller Lkw kostengünstiger ist als mehrere halbleere Lkws, wurde der Supermarktkunde gebeten, eine wöchentliche Prognose ab zugegeben. Anschließend konnte Kühne + Nagel die Bestellungen mit einer App durchführen. Dies beseitigte nicht nur die logistische Komplexität, sondern sorgte auch für mehr Transparenz.

Die neugefundene Einfachheit und Transparenz fand bei Kühne + Nagel Eingang in ein weiteres Kundenerlebnis. „Wir haben nur die Informationen für die Supermarktketten, unsere Kunden, unsere Hersteller und uns selbst durchsichtiger gemacht, damit wir die Belieferung von Supermarkt-Verteilerzentren optimal planen können“, sagt Godschalk.

Eine weitere Verbesserung, die Kühne + Nagel neben ihrem WMS mit Low-Code-Anwendungen umsetzen konnte, war die steigende Transparenz und eine bessere Priorisierung für Lagerbetreiber. Marten Doeser, Logistics Innovation Specialist bei Kühne + Nagel, gibt ein Beispiel: „Einer unserer E-Commerce-Kunden hat uns gebeten, die angeforderte Lieferung noch am selben Tag zu realisieren. Wir mussten sicherstellen, dass die Arbeiter im Lager möglichst einfach erkennen konnten, dass es sich um Lieferaufträge für den selben Tag handelte. Diese Prioritäten mussten gesetzt und der Spediteur informiert werden.“ In der Vergangenheit hätten solche Änderungen Monate gedauert. Aber mit Low-Code „konnten wir die Änderung schon innerhalb von drei Wochen umsetzen.“

Das Programmieren mit Low-Code hat es Kühne + Nagel erlaubt, eine Anwendung einmalig zu erstellen und dann weltweit gemeinsam zu nutzen.

„Wenn Sie die Annahme vergessen, das die IT-Landschaft das ist, was sie ist, dann ist es erstaunlich, wie einfach Sie weitere Applikationen erstellen können, für Herausforderungen, die vorher nicht zu meistern schienen.“
Judith Potters / Customer Project Manager, Kühne + Nagel

Hohe Leistung mit Low-Code

Neben der höheren Reaktionsfähigkeit profitiert Kühne + Nagel außerdem von einem breiteren Entwickler-Spektrum. „Stellen Sie Tools für all diejenigen bereit, die Veränderungsprozesse in Ihrem Unternehmen antreiben,“ erklärt Godschalk. „Mit unseren unternehmensweiten Legacy-Systemen konnten wir dies nicht. Mit der Nutzung von Low-Code hat sich dies jedoch geändert.“ Einer der Hauptentwickler in Godschalks Team war beispielsweise Kundendienstleiter ohne Hintergrundwissen in Sachen Programmieren. „Er konnte keinen Code schreiben. Low-Code half ihm und mir erheblich weiter, denn er konnte eine Lösung entwickeln, die der Organisation einen Mehrwert bot und auch noch seine Karriere vorantrieb.“

Die von den Kühne + Nagel IT- und Business-Teams entwickelten Lösungen konzentrieren sich vor allem auf die Kontraktlogistik – inklusive Logistikoptimierung, Auftragsmanagement, ein Portal für die operativen Teams zur Dateneingabe sowie kundenspezifische Etiketten/Rechnungen/Packlisten. „In vier Jahren haben wir 23 Anträge gestellt“, sagt Doeser.

„Wenn Sie sich von der Vorstellung lösen, dass die IT-Landschaft das ist, was sie ist, ist es manchmal erstaunlich, wie einfach Sie eine weitere App erstellen und integrieren können, die ein Problem löst, das vorher unlösbar erschien.“

Low-Code und agile Entwicklungspraktiken koexistieren bei Kühne + Nagel mit traditionellen Ansätzen der Anwendungsentwicklung: „Die Wasserfall-Methode ist Standard bei uns… aber für E-Commerce nicht das, was man wirklich möchte“, erklärt Godschalk. „Denn E-Commerce ist das Gegenteil: Erledige Dinge und mache sie dann perfekt.“

Die Verwendung von Low-Code verbessert das Kundenerlebnis und meistert die Herausforderung im disruptiven E-Commerce. Dies ermöglicht Kühne + Nagel weiterhin, das zu tun, wofür das Unternehmen seit 130 Jahren bekannt ist: Liefern, liefern, liefern.

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