Die Umstellung von .NET auf Mendix verschaffte Evan Gagnier mehr Geschwindigkeit und Autonomie

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Der Wechsel von .NET zu Mendix verschaffte Evan Gagnier eine höhere Geschwindigkeit und Autonomie

/ August 8, 2019

Heute stellen wir Ihnen das Maker-Profil von Evan Gagnier, Software Engineer Application Manager bei Garanite Telecommunications, vor. Sehen Sie, wie Evan von der Entwicklung in .NET auf die Mendix-Plattform wechselte, um schnellere Ergebnisse zu erzielen und autonomer zu arbeiten.

1. Was für eine Ausbildung haben Sie abgeschlossen und wie sieht Ihr beruflicher Hintergrund aus? Hatten Sie bereits Entwicklungserfahrung?

Ich habe eine Hochschule besucht, um Software-Entwickler zu werden und habe es immer sehr gerne gemocht, Dinge von Grund auf neu zu erschaffen. Ich interessierte mich vor allem für Webdesign. Bevor ich Mendix kennenlernte habe ich sechs bis sieben Jahre als .NET-Entwickler gearbeitet. Seit zehn Jahren bin ich bei Granite Telecommunications angestellt, wo ich derzeit als Software Engineer Application Manager tätig bin.

2. Wie sind Sie auf Mendix aufmerksam geworden? Was war Ihre erste Reaktion?

Granite wuchs mit rasanter Geschwindigkeit von ein bis zwei Produkten auf über zwanzig Produkte an. Der Backlog des IT-Teams geriet immer mehr außer Kontrolle und auch das Vergrößern des Teams reichte nicht aus, um ihn zu beseitigen. Dies veranlasste das Unternehmen dazu, nach einer Rapid Application Development-Plattform zu suchen. Granite entschied sich für Mendix, da wir schnell sehr deutlich machen konnten, dass das Produkt intern für uns gut funktionierte und die Ramp-Up-Zeit minimal war.

Als ich die erste Demo der Mendix-Plattform sah, interessierte mich, ob ich das System irgendwie zerstören könnte. Die erste Frage war: „Ist es auch wirklich so gut, wie sie behaupten?“ Mendix trainierte uns, und ich stellte sehr schnell fest, dass es eigentlich keine Grenzen in Sachen Entwicklung gab. Ich musste mich nur etwas umgewöhnen in Bezug darauf, wie ich mich Entwicklungsprojekten annähere. Mit .NET arbeitet man auf eine ganz bestimmte Weise und man kann im Front- und im Backend entwickeln. Bei Mendix ist dies anders: Hier geht man vom Datenbankmodell und den Beziehungen zwischen den Einheiten aus und baut darauf auf. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, beginnt man ein ganz anderes Denken zu entwickeln und versteht die Beziehungen. Das hat mich zu einem besseren Entwickler gemacht.

Meine erste Reaktion war, dass ich mich scheinbar auf niemand anderen als auf mich selbst verlassen musste. Als ich sah, dass ich eine ganz neue Anwendung von Grund auf alleine schreiben konnte, war ich begeistert.

3. Was war das größte Learning bei der Einarbeitung in Mendix?

Bei Mendix ist es so: Zu Beginn muss man eine kleine Hürde bewältigen, um zu lernen, wie man eine App baut. Hat man dies allerdings geschafft, ist es wie Fahrradfahren. Ich benötigte lediglich zwei Monate, um mich an Mendix zu gewöhnen und nach sechs Monaten erkannte ich: „Ich schaffe das, kein Problem.“ Die Lernkurve führte dazu, dass ich mit meiner alten Denkweise der .NET-Welt brach, um von nun an nur noch in Mendix zu denken. Das Lernen von Best Practices war der erste Schritt. Neue Entwickler, die unserem Team beitreten, lege ich besonders die Mendix-Tutorials, Demos und Online-Trainings an Herz.

4. Was haben Sie mit der Plattform entwickelt? Und auf welche/s App/Projekt sind Sie besonders stolz?

Ich habe eine Website namens Granite Project Portfolio erstellt, die sämtliche Verbesserungswünsche innerhalb des Unternehmens und die Zeiterfassung managt. Dabei wird einer Verbesserungsanfrage eine Ressource zugeordnet und es wird eine Schätzung abgeben, wie viel Zeit das Projekt in Anspruch nehmen wird. Anschließend wird eine Zeitkarte ausgefüllt und die Anzahl der Stunden angegeben, die für diese Verbesserung angesetzt wurden. Darauf basierend erstellen wir bis zum Ende der Woche oder des Quartals einen Bericht für unser Top-Management, um aufzuzeigen, wie lange es dauert eine Verbesserung zu entwickeln. Ich konnte die Seite selbst erstellen, wodurch wir 100.000 Dollar an jährlichen Software-Lizenzgebühren einsparten. Jetzt haben wir in-house eine brandneue Anwendung entwickelt, die jederzeit erweitert werden kann.

Low-code Application Development Platform Screenshot

Die App, auf die ich am meisten stolz bin, ist „Work Order Management“. Ich konnte diese aus einer Idee heraus entwickeln, die ein anderes Team zu diesem Zeitpunkt in .NET erstellte. Das .NET-Team benötigte sechs bis neun Monate, um die Anwendung bereitzustellen – was viel zu lange war. Sie schlugen vor, dass ich parallel die App in Mendix entwickeln sollte. Bereits innerhalb von drei bis sechs Monaten hatte ich einen Prototyp entwickelt, den die Unternehmensführung absegnete. Nachdem sie diesen Prototypen gesehen hatten, wurde die Entscheidung getroffen, dass nun alle Applikationen mit Mendix entwickelt werden sollten.

Low-code Application Development Platform Screenshot

Das gesamte Unternehmen nutzt nun die Work Order Management Anwendung. Es ist ein durchgehendes Workflow-System, das eine Verkaufsanfrage zur Erstellung eines Angebots nutzt, einen einheitlichen Ablauf schafft und letztlich dem Kunden sein Produkt liefert. Ich hatte zuvor noch nie eine Anwendung erstellt, die von 700 Personen genutzt wird. Das ist schon etwas Besonderes und ich konnte es von Anfang selbst machen.

5. Hatten Sie „Aha“-Momente während der Nutzung der Mendix-Plattform

Als ich die erste Demo-Version der Mendix-Plattform sah, kam mir sofort der Gedanke: „Wow, ich kann das alles alleine machen!“ Als ich dann immer mehr mit Mendix entwickelte, wurde ich immer schneller und jedes Unternehmen möchte ja seine Anwendungen so schnell wie möglich nutzen. Als .NET-Entwickler war ich immer darauf angewiesen, dass jemand anderes mit mir zusammenarbeitet. Mit Mendix erkannte ich die Möglichkeit, ganz einfach ein komplettes Datenbank-Frontend zu erstellen, eine mittlere Schicht war nicht mehr notwendig und die Entwicklungsgeschwindigkeit steigerte sich von 10x zu 20x und schließlich zu 30x mal schneller mit jeder Erweiterung, die ich vornahm. Jetzt ist Mendix die einzige Plattform, mit der ich meine Anwendungen entwickle.

6. Wie hat Mendix die Unternehmenskultur beeinflusst?

Mendix hat definitiv die Unternehmenskultur bei Granite beeinflusst. Das Unternehmen erwartet nun, dass Anwendungen schneller geliefert werden. Nun wird der Antrag auf eine Erweiterung innerhalb eines Monats erwartet. Wir haben gerade in der vergangenen Woche eine Anwendung veröffentlicht, deren Entwicklung vor Mendix noch sechs Monate gedauert hätte. Wir haben die Applikation in weniger als dreißig Tagen geliefert. Dies ist jetzt eine Erwartungshaltung innerhalb des Unternehmen.

Es hat aber auch die Denkweise des Unternehmens verändert. Früher hieß es: „Ich will das.“ Jetzt heißt es „Nun, was kann Mendix noch leisten?“ Früher wurde eher nach einer bestimmten Sache, einem bestimmten Feld gefragt, jetzt erkundigt man sich nach einem ganzen System.

Mendix gibt einem viel mehr Freiheiten, um Applikationen nach dem ganz eigenen Stil zu entwickeln. Man bekommt nicht gesagt, wie etwas gemacht werden soll. Ich kann innerhalb einer Woche ein komplett neues Modul erstellen und eine Lösung für jemanden anbieten, der noch nicht einmal wusste, dass er diese überhaupt benötigt. An solch agile Prozesse musste sich jeder erst gewöhnen. Aber das Team hat gezeigt, dass wir 30x mehr Verbesserungen liefern können als das .NET-Team.

 

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