Jennifer Taylor von Innovapost schlug einen völlig neuen Karriereweg ein

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Jennifer Taylor von Innovapost schlug einen völlig neuen Karriereweg ein

/ August 8, 2019

Heute stellen wir Ihnen Jennifer Taylor, Service Support Analyst of Applications Management bei Innovapost, einem Shared IT Service-Anbieter der Kanadischen Post vor. Jennifer war auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten und einer neuen beruflichen Herausforderung. Jennifer ergriff die Gelegenheit, als bei Innovapost die Bereitstellungssysteme mit der Mendix-Plattform überarbeitet wurden. Sehen Sie, wie Jennifer in nur zwei Monaten zur besten Entwicklerin in ihrem Team wurde und erfahren Sie, wie die Arbeit mit Mendix ihre Karriere veränderte.

1. Was für eine Ausbildung haben Sie abgeschlossen und wie sieht Ihr beruflicher Hintergrund aus? Hatten Sie bereits Entwicklungserfahrung?

Ich habe einen Bachelor of Science in Geographie mit Nebenfach Chemie und ein Zertifikat für Geoinformationssysteme (GIS), Anwendungsspezialistin. Allerdings ist mein Bildungshintergrund nicht wirklich entwicklungsfokussiert. Ich hatte zwar ein wenig damit zu tun, aber mein Studium beinhaltete lediglich einen Computerprogrammierkurs in C++, um mich auf das Graduiertenzertifikat vorzubereiten. Das Lehrprogramm für das Zertifikat in GIS umfasste VBA, Python und SQL. Auch später bei Innovapost habe ich viel mit SQL gearbeitet. Ich frage täglich die Datenbank ab, um die Probleme der Nutzer zu erkennen und zu lösen. Gelegentlich muss ich hierzu in die Entwicklung eintauchen und den Code durchgehen, Probleme im Code identifizieren und sehen, ob ich diese beheben kann.

2. Wie sind Sie auf Mendix aufmerksam geworden? Was war Ihre erste Reaktion?

Bevor ich Mendix einsetzte, hatte ich eine Support-Rolle für fünf unterschiedliche Applikationen inne und zwar im Bereich Prime Support – was ausschlaggebend dafür ist, wie Briefträger ihre Post zustellen, ihre Routen festlegen und viele damit verbundene Herausforderungen. Fünf Jahre lang war ich in dieser Support-Rolle tätig, also wollte ich etwas neues Lernen nach so langer Zeit. Als Mendix auftauchte, dachte ich: „Oh, das ist genau das Richtige.“

Es gab ein Treffen mit dem Leiter des Projekts Delivery Systems Re-Architecture (DSRA). Der Projektleiter kündigte an, dass sie Mendix verwenden würden, eine Lösung, von der ich zuvor noch nie gehört hatte. Kurz darauf befand ich mich in einem dreitägigen Mendix-Training mit zwei Mendix-Entwicklern als Ausbilder. Die beiden waren fantastisch. Wir lernten in nur drei Tagen alle Grundlagen von Mendix.

Ich hatte hier und da zwar ein wenig Entwicklungsarbeit geleistet, aber ich war immer daran interessiert, dies auszubauen und beruflich in eine entwicklungsorientiertere Position zu wechseln. Als Mendix bei uns im Unternehmen auftauchte war ich begeistert, dass ich die Arbeit mit der Plattform lernen konnte. Ich konnte schnell sehen, wie ich die Lösung in Zukunft nutzen könnte – wie einfach es wäre, Anwendungen damit zu entwickeln: Es geht so viel schneller und einfacher auf etwas zu klicken und Bausteine zu verschieben als einen Code zu schreiben.

3. Waren Sie skeptisch bezüglich des Einsatzes von Mendix?

Es klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich starre gerne auf Dokumente, die von oben bis unten beschrieben sind. Diesen Teil der Entwicklungsarbeit vermisse ich ein wenig, aber es fühlt sich trotzdem richtig an. Es fühlt sich mit Mendix immer noch so an, als würde ich Logik zum Entwickeln nutzen. Es wird nur auf eine andere Art gemacht.

4. Was war das größte Learning bei der Einarbeitung in Mendix?

Abgesehen von den wirklich guten Schulungen würde ich sagen, das Hilfreichste war, dass mein Team und ich Mendix-Entwickler an unserer Seite hatten, als wir mit dem Programmieren begonnen hatten. Wir programmieren jeder einzeln, aber wir zu einem späteren Zeitpunkt werden wir uns zusammentun und gemeinsam entwickeln, da dies etwas ist, was wir lernen müssen. Wir haben zum Beispiel eine gemeinsame Coding-Session durchgeführt, um zu lernen, wie man XML exportiert und importiert. Das war sehr hilfreich, denn die Mendix-Entwickler waren zur Stelle, um uns auf diesem Weg zu unterstützen.

5. Was genau haben Sie mit Mendix entwickelt?

Wir arbeiten seit zwei Monaten an DSRA, welches hunderte von Anwendungen beeinflusst. Die Anwendungen wurden übereinander gebaut, aber nicht alle zur gleichen Zeit. Dies hat zur Folge, dass sie alle neu entwickelt werden müssen, da die Applikationen das Ende ihres Produktzyklus erreicht haben und nicht gut integriert sind. Diese Erneuerung vollziehen wir mit Mendix.

Bei DSRA geht es ja vor allem darum, all diese Anwendungen zu integrieren. Es geht darum, eine Applikation auf funktionaler und visueller Ebene zu haben. Ziel ist es, eine einfachere Kommunikation zwischen den Anwendungen zu schaffen. Wichtig ist dabei, auch wirklich alles zu aktualisieren, denn die meisten Anwendungen sind veraltet.

Die App, an der ich gerade arbeite, ist für die Delivery Service Officers, welche die Briefkästen der Gemeinden einrichten und Adressen generieren. Ein weiterer Nutzer der App ist der Routenplaner, der die Route für die Briefträger plant. Und dann wäre da noch der Vorgesetzte, der sowohl die Zusteller als auch die Routenangaben überwacht. Unsere alte Anwendung erlaubte es zwar diesen Beteiligten, all ihre Aufgaben durchzuführen, aber es handelte sich um getrennte Prozesse, die nicht zusammenflossen.

Bei dem Bau der App unterstützt uns ein Delivery Services Officer, der auch bei uns vor Ort ist und wie ein Product Owner agiert. Wir arbeiten jeden Tag eng mit ihm zusammen, um Stories zu erstellen und ihm Feedback darüber zu geben, welche Dinge wir bereits gebaut haben. Da der Product Owner direkt bei uns vor Ort ist, erhalten wir auch sehr schnell Feedback zu dem, was wir gerade entwickeln. Das beschleunigt den Prozess sehr.

Außerdem setzen wir auch ein paar neue Prozesse auf – Vorgänge, die bisher mit Papier oder wenn überhaupt mit Excel erledigt wurden. Diese neuen Prozesse werden auch in die neue Anwendung einfließen. In Zukunft wollen wir in der Lage sein, Daten per XML an ein anderes Unternehmen zu senden und diese Daten an uns zurücksenden lassen. Dies würde den Prozess automatisieren, anstatt es in Excel zu dokumentieren, das Formular auszufüllen und anschließend per E-Mail zu versenden, um dann letztlich etwas per E-Mail zurück zu erhalten. Die neue App ist zu 90 Prozent umgestaltet und die restlichen zehn Prozent sind auf ganz neue Prozesse ausgerichtet.

6. Auf welches Projekt sind Sie am meisten stolz?

Ich bin sehr stolz darauf, wie weit wir in so kurzer Zeit gekommen sind. Wir entwickeln erst seit zwei Monaten und ich habe das Gefühl, dass wir bereits einen Großteil geschafft haben. Am Anfang hatte ich Fragen zu den einfachsten Sachen, zum Beispiel „Wie platziere ich einen Button, der eine andere Seite öffnet?“ Jetzt schreibe ich komplexe Microflows, debugge und mache ein wenig UI. Ich habe schon so viel auf diesem ersten Wissen, das mir die Arbeit mit Mendix vermittelt hat, aufgebaut. Mir kommt es so vor, als ob ich noch nie so viel in so kurzer Zeit gelernt habe.

7. Welchen Mehrwert liefert die App, die sie gerade erstellen für das Unternehmen?

Die bereits angesprochenen, neuen Prozesse werden automatisiert und alles läuft viel schneller ab. Auch die Datenqualität hat sich stark verbessert, weil wir jedem Nutzer nur ein paar Auswahlmöglichkeiten geben, im Gegensatz zum Freitext.

Die Nutzer haben jetzt eine Anwendung, mit der sie quasi alles machen können. Wir haben so viele positive Rückmeldungen zu unseren Demos bekommen. Als wir erklärten, dass die Entwicklung etwa acht Wochen dauerte, waren alle sehr beeindruckt. Und alle waren sehr begeistert von der neuen Optik und Funktionalität.

8. Hatten Sie einen „Aha!“-Moment bei der Arbeit mit Mendix?

Ich hatte mehrere kleinere „Aha!“-Momente. Zum Beispiel: Ich werde etwas mit Mendix entwickeln, und ich werde es zum ersten Mal auf dem offensichtlichen Weg tun. Dann finde ich beim nächsten Mal einen noch schnelleren Weg, benötige weniger Schritte oder weniger Klicks. Ich habe das Gefühl, dass es immer einen einfacheren Weg gibt, das zu erreichen, was man gerade versucht umzusetzen. Es ist, als ob man ständig am Lernen ist mit Mendix, wie man seinen eigenen Code verbessern kann und schneller dabei wird.

9. Welchen Rat würden Sie anderen Mendix-Entwicklern geben?

Ich würde sagen, Mendix hat irgendwie eine eigene Sprache, die aber sehr logisch ist. Sobald man die Sprache von Mendix versteht, erkennt man die Logik und ist in der Lage, sehr komplexe Microflows zu schreiben. Für mich geht es vor allem um das Erlernen der Sprache und dem daraus resultierenden Verstehen der Logik. Am besten funktioniert das, indem man es einfach macht. Es ist schwer nachvollziehbar, wenn man es selbst nicht gemacht hat.

10. Wie hat Mendix Ihren Arbeitsalltag verbessert oder erleichtert?

Ich war auf der Suche nach etwas Neuem, das ich lernen konnte und meiner Karriere dienlich ist. Ich war fünf Jahre lang in einer Support-Position, also suchte ich irgendwie nach etwas Neuem, mit dem ich mich weiterbilden konnte und Mendix kam genau zur richtigen Zeit. Ich habe es wirklich genossen, Mendix zu erlernen und die Einfachheit, mit der ich so schnell coden kann. Und in meinem Lebenslauf macht es sich auch gut. Ich glaube, dass wir in den nächsten zwei Jahren an diesem Projekt arbeiten werden, und dann werde ich das, was wir gebaut haben auch supporten. Das ist fantastisch, denn für alle Änderungen oder Erweiterungen etc. werde ich den Hintergrund kennen. So bin ich in der Lage, das herauszufiltern, was wirklich an den Support gehen soll.

11. Beschreiben Sie Mendix mit Ihren eigenen Worten?

Mendix ist eine visuelle Art des Programmierens und macht es so jedem einfach, den Code zu verstehen. Man muss kein erfahrener Programmierer sein, um in der Mendix-Plattform coden zu können, denn es ist so leicht verständlich.

12. Was sind Ihre Interessen oder Hobbies außerhalb des Jobs?

Ich besitze einen Hund und eine Katze, die mich beide ziemlich auf Trapp halten. Außerdem spiele ich gerne Videospiele, momentan spiele Heroes of the Storm – es ist ein Free to play-Game und macht riesen Spaß. Joggen und Krafttraining gehören ebenfalls zu meinen Hobbies.

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