Jordan Boyle: Ohne Programmier-Hintergrund zum einzigen Entwickler der NCSU Lab Management-App

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Jordan Boyle: Ohne Programmier-Hintergrund zum einzigen Entwickler der NCSU Lab Management-App

/ August 7, 2019

In diesem Maker-Profil stellen wir Ihnen Jordan Boyle, Softwareentwickler und Wirtschaftsingenieur an der NC State University vor. Erfahren Sie, wie Jordan zum einzigen Entwickler der Lab Management-App der Universität wurde.

1. Was für eine Ausbildung haben Sie und wie sieht Ihr beruflicher Hintergrund aus? Hatten Sie bereits Entwicklungserfahrung?

Ich habe meinen Bachelor an der NC State in Business Information Technology gemacht. Schon in der 7. Klasse programmierte ich auf Taschenrechnern. Ich belegte einige Programmierkurse in der High School und am College. Doch vor der Arbeit mit Mendix hatte ich keine tiefergehende Programmiererfahrung. Bei der NC State wurde ich als Praktikant eingestellt und wurde Teil des Entscheidungsprozesses als es darum ging, zu beschließen, ob wir selbst eine Anwendung entwickeln oder doch eine Out-of-the-Box-Lösung bevorzugen. Schließlich testeten wir Mendix und ich meldete mich freiwillig, um der erste Mendix-Entwickler an der NC State zu werden. Der Rest ist Geschichte.

2. Wie sind Sie auf Mendix gekommen? Und was war Ihre erste Reaktion?

Unsere Kunden haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, verfolgen aber ein gemeinsames Ziel. Keine Lösung passte hier von Anfang an. Standardlösungen waren zu teuer und erforderten trotzdem noch umfassende Anpassungen. Es gab kein Angebot, das für all unsere Anforderungen passend war. Wir erkannten, dass wir also selbst etwas entwickeln müssen. Daher begannen wir, uns verschiedene Entwicklungsplattformen anzusehen und entschieden, dass Mendix die beste Lösung für das Erstellen unserer eigenen Anwendung sein würde.

Meine erste Reaktion zu Mendix war, dass ich nicht glauben konnte, dass ich ohne Hilfe Anwendungen erstellen kann! Als das Team und ich anfingen, uns mit Mendix und der App-Erstellung für die NC State zu beschäftigen, bemerkte ich einen sehr schnellen Fortschritt bei mir, denn ich verstand die Vorgänge sehr schnell.

3. Was hat Ihnen am meisten dabei geholfen, Mendix zu lernen?

Ich habe an Online-Tutorials teilgenommen und war oft im Online-Forum unterwegs. Ich begann, Apps aus Spaß zu entwickeln, zum Beispiel einen internen Projekt-Tracker und eine Song-Management-Anwendung. Ich tauchte zum Üben in die Plattform ein und als das eigentliche Projekt startete, wurde ich schnell besser.

4. Was genau haben Sie mit der Plattform entwickelt? Und auf welche/s Anwendung/Projekt sind Sie am meisten stolz?

Bisher haben wir zwei Applikationen mit Mendix entwickelt. Die erste, REPORTER, überwacht für die NC State alle Aktivitäten, die nicht für Studiengänge angerechnet werden können sowie alle Compliance-pflichtigen Kurse. Es gibt zum Beispiel Menschen auf unserem Campus, die in nuklearen Anlagen arbeiten und möglicherweise eine Strahlenschutzschulung benötigen. Die App stellt sicher, dass diese Leute in Sachen Schulungen immer auf dem aktuellsten Stand sind, damit sie sicher ihre Arbeit erledigen können. Außerdem bietet die Anwendung auch die Möglichkeit, sich für solche Kurse anzumelden.

Smart App Example Screenshot

Die andere Anwendung ist die sogenannte Lab Management-App. Sie trackt die wissenschaftliche Ausrüstung und die Benutzung der Labore des gesamten Campus. Die Anwendung überwacht die Abrechnung und Schulung von Personen, die vor der Gerätenutzung ein Training absolvieren müssen. Dabei kann die App auch überprüfen, ob das Training auch wirklich abgeschlossen wurde. Falls nicht, haben die Personen auch die Möglichkeit, sich über die Anwendung dafür anzumelden. Ich bin sehr stolz auf diese App, denn ich habe sie mit einem viel breiteren Wissensstand entwickelt, da ich aus den Fehlern bei der vorherigen Anwendung gelernt hatte. Und ich bin der einzige Entwickler von dieser Anwendung und das ist wirklich cool.

NC State Application Screenshot

Außerdem bin ich stolz darauf, an der NC State als Mentor zu arbeiten und andere Studenten für Mendix zu gewinnen. Mit dem Mendix University Program haben wir an der NC State den Rahmen geschaffen, um künftige Mendix-Entwickler auszubilden. Momentan bin ich Mentor für eine Gruppe von vier Studenten, die Mendix nutzen, um eine Anwendung für ihr Hauptstudium zu erstellen. Ihre Idee ist, einen Hackathon zu veranstalten, um andere Studenten für Mendix zu begeistern und die App, die sie entwickeln, ist das Registrierungstool der Hackathon-Veranstaltung.

5. Hatten Sie einen „Aha-Moment“ bei der Arbeit mit Mendix

Ich hatte einige! Bestimmte Datenabrufe beinhalteten bis zu sechs Schritte, um eine Datenliste zu erhalten, die Daten herauszufiltern und zu validieren. Durch xpath mit Mendix konnte ich einen sechsstufigen Prozess auf nur einen Schritt reduzieren. Ohne zu programmieren komme ich mit nur einem Schritt genau zu dem, was ich brauche! Außerdem bin ich immer noch erstaunt, wie einfach es sich über REST in andere Dienste integrieren lässt.

6. Welchen Rat würden Sie anderen Mendix-Entwicklern geben?

Einfach machen. Die beste Art zu lernen ist, einfach ins kalte Wasser zu springen, ein paar Fehler am Anfang in Kauf zu nehmen und anschließend zu korrigieren. Mach dir die Hände schmutzig.

7. Wie hat Mendix Ihr Leben verbessert / erleichtert?

Ich war noch nie ein Hardcore-Coder, aber ich war schon immer am Programmieren interessiert. Mit Mendix kann ich nun einen echten Programmierjob nach dem College machen, obwohl ich nicht über das gleiche Wissen wie Profis verfüge. Ich liebe es, Teil eines Entwicklungsteams zu sein – und genau das wäre ohne Mendix nicht möglich.

8. Wie würden Sie Mendix mit Ihren eigenen Worten beschreiben?

Einfach, intuitiv und unterhaltsam. Ich betrachte das Leben genauso wie Mendix Microflows und Beziehungen.

9. Was sind Ihre Interessen/Hobbies abseits der Arbeit?

Ich bin ein riesen Fan der Band Phish und war bereits bei 25 Konzerten. Ich liebe Musik und bin selbst auch in einer Band, denn ich spiele seit zehn Jahren Gitarre.

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