Deutsche Industriearbeiter wollen digitale Akteure sein, was laut neuer Umfrage die Angst vor der Automatisierung überschattet | Mendix

Direkt zum Inhalt
Pressemitteilung

Deutsche Industriearbeiter wollen digitale Akteure sein und haben weniger Angst vor Automatisierung, so eine neue Umfrage

  • Deutsche Industriemitarbeiter wollen den Entwicklungsprozess aktiv mitgestalten und die Digitalisierung ihrer Organisation mitgestalten
  • Umfrage zeigt Millionen potenzieller „Low-Coder“ und Wunsch nach Zugang zu neuen digitalen Fähigkeiten, Tools und Plattformen

FRANKFURT – 31. März 2021 - Mendixherunter, eine Siemens Das Unternehmen und weltweit führende Unternehmen für Low-Code-Anwendungsentwicklung für Unternehmen, hat heute die deutschen Ergebnisse der internationalen Umfrage „Low-Code Forecasts 2021“ veröffentlicht. Die Studie analysiert das Potenzial kollaborativer Softwareentwicklung als Digitalisierungstreiber im Hinblick auf die Wünsche und Erwartungen der Beschäftigten in der Fertigung nach neuen digitalen Fähigkeiten. Das Ergebnis der 250 befragten Beschäftigten widerspricht der oft beschworenen Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Automatisierung und KI. Stattdessen wollen 61 Prozent die Digitalisierung ihrer Organisation aktiv gestalten und ganze 77 Prozent sind daran interessiert, neue digitale Fähigkeiten zu erlernen, etwa das Erstellen eigener Anwendungen.

Mehr als 300,000 Industriebeschäftigte arbeiten bereits aktiv mit Low-Code-Technologien; das Potenzial in der deutschen Fertigung liegt bei 1.8 Millionen Low-Codern

Dank Low-Code- und No-Code-Anwendungsplattformen wird Softwareentwicklung zunehmend zu einer grundlegenden Fähigkeit, die nicht nur Entwicklern vorbehalten ist. Tatsächlich gaben 71 % der befragten Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen an, Low-Code aus beruflichen Gründen zu erlernen und in ihrem aktuellen Job einzusetzen. 6 % der Befragten arbeiten bereits aktiv mit dieser Technologie. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der Beschäftigten im Industriesektor (derzeit 5,445,614 laut Bundesagentur für Arbeit) schätzen die Umfrageleiter, dass in der deutschen Industrie bereits mehr als 326,000 Low-Coder arbeiten. Rund 1.85 Millionen Beschäftigte stellen ein ungenutztes Potenzial an Mitarbeitern dar, die mithilfe von Low-Code dazu beitragen könnten, ihr Unternehmen und ihre Branche schneller zu digitalisieren.

Großer Wunsch nach mehr Digitalkompetenzen und Co-Creation in der Softwareentwicklung

Mehr als drei Viertel der Befragten messen dem Erlernen neuer digitaler Fähigkeiten eine hohe Relevanz für ihre zukünftige Karriereplanung bei. So gaben 51 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer an, dass ihnen neue Fähigkeiten dabei helfen würden, im Beruf noch erfolgreicher zu sein, und 43 Prozent hoffen auf bessere Karrierechancen. Weitere Gründe waren der Wunsch, die Branche zu wechseln (26 Prozent), den aktuellen Job zu behalten (21 Prozent) oder sogar ein eigenes Unternehmen zu gründen (12 Prozent).

Knapp zwei Drittel der Befragten haben klare Vorstellungen, wie sie diese Fähigkeiten erlernen wollen: 32 Prozent bevorzugen eine professionelle Weiterbildung von außen und 30 Prozent ein internes Coaching durch die IT-Abteilung. Für Arbeitgeber ist das eine gute Gelegenheit, ihre Belegschaft mit entsprechenden Maßnahmen zu schulen und aktiv in die Digitalisierung einzubinden.

Weitere 15 Prozent möchten im Selbststudium mit der Anwendungsentwicklung experimentieren und hierfür ein Zeitkontingent einplanen, 10 Prozent der Befragten würden hingegen eine Programmieroberfläche mit Drag-and-Drop-Funktionalität und vorgefertigten Bausteinen bevorzugen.

Low-Code ist für viele Branchenmitarbeiter noch Neuland

Gerade für letztere Gruppe bietet sich die Anwendungsprogrammierung mit Low-Code an, um auch IT-Laien einen Zugang zur Softwareentwicklung zu ermöglichen. Wie die Befragung weiter ergab, ist der Begriff Low-Code allerdings einem Großteil der Industriemitarbeiter noch unbekannt: 46% hatten beispielsweise noch nie von Low-Code gehört. Weitere 30% der Befragten gaben an, zwar schon einmal von Low-Code gehört zu haben, aber keine genaue Vorstellung davon zu haben, was Low-Code eigentlich ist. Demgegenüber stehen 18% der Teilnehmer, die sowohl schon einmal von Low-Code gehört haben als auch wissen, wofür die Technologie steht. Nicht zuletzt gaben 6% an, bereits aktive Low-Code-Nutzer zu sein.

„Schon seit einiger Zeit wird über die Demokratisierung der Softwareentwicklung durch Technologien wie Low-Code und den damit einhergehenden Digitalisierungsschub gesprochen. Die Umfrage zeigt, dass auch bei Nicht-IT-Fachleuten ein großes Interesse an der Entwicklung digitaler Fähigkeiten besteht“, sagte Hans de Visser, VP of Product Management bei Mendix„Gleichzeitig klafft eine große Lücke zwischen dem Wunsch nach Partizipation und dem Bewusstsein für Low-Code. Low-Code kann als Digitalisierungstreiber in der Industrie wirken. Die Chancen sind groß. Bei umgerechnet 1.8 Millionen potenziellen Low-Code-Nutzern oder ‚Makern‘ im industriellen Umfeld allein in Deutschland kann man sich die brillanten Ideen für Anwendungen vorstellen, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Und den enormen Mehrwert, den sie ihren Organisationen potenziell bringen können.“

Zur Umfragemethodik

Die Umfrage wurde durchgeführt von Reputationsführer im Namen von Mendix. Befragt wurden 250 Arbeitnehmer in Industrieberufen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die in Deutschland leben. 87 % von ihnen waren männlich und 13 % weiblich. Die Online-Umfrage wurde an einer landesweit repräsentativen (Alter, Geschlecht, Region) Stichprobe von 250 Arbeitnehmern im verarbeitenden Gewerbe durchgeführt, die derzeit in Deutschland leben. Die Hochrechnungen basieren auf der Gesamtzahl der Arbeitnehmer im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland, wie sie von der Bundesagentur für Arbeit definiert werden. Die Fehlerquote beträgt 6.2 %.

    Über Mendix

    Mendixherunter, eine Siemens business ist die einzige Low-Code-Plattform, die die gesamte Komplexität der Herausforderungen bei der Entwicklung von Unternehmenssoftware bewältigen kann. Die Bereitstellung von Punktlösungen für Abteilungsprobleme löst Probleme auf Mikroebene – aber wenn Sie Ihr Unternehmen erheblich beeinflussen möchten, müssen Sie größer denken und leistungsstarke Portfolios aufbauen, die nachhaltig und strategisch etwas bewirken.

    Mit Mendixkönnen Unternehmen komplexere Transformationsinitiativen in Angriff nehmen, indem sie alle Beteiligten in die Erfassung der Anforderungen, die Entwicklung von Ideen und die Einbettung der Wertbewertung in den gesamten Lebenszyklus des Softwareportfolios einbeziehen.

    Konzentrieren Sie sich auf die richtigen Probleme und verlassen Sie sich dabei auf Governance und Kontrolle, um unnötige Risiken zu vermeiden. Mobilisieren Sie Ihre Organisation. Bauen Sie die Muskeln für die Veränderungsbereitschaft auf. Und wenn die nächste große Idee aufkommt, setzen Sie sie schneller in ein Ergebnis um.

    Mehr als 4,000 Organisationen in 46 Ländern nutzen die Mendix Low-Code-Plattform. Eine aktive Community von über 300,000 Entwicklern hat über 950,000 Anwendungen erstellt – und es werden immer mehr.

    Wählen Sie Ihre Sprache